Januar 

Monatsstein im Januar

Granat

Der Name “Granat” kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Korn“, vermutlich durch die rundlichen Kristalle, in deren Form man den Granat zumeistfindet.

Granate sind eine Gruppe von verschiedenfarbigen Mineralien mit ähnlicher chemischer Zusammensetzung. Am bekanntesten dürften die roten Granate (Almandin, Pyrop) sein. Im Volksmund wurden diese Steine früher auch Karfunkelsteine genannt. Erwähnt wird der Granat schon in der Bibel. Der Legende nach, soll Noah seine Arche mit einem Karfunkel (Granat) erleuchtet haben. Für die Inder war Der Granat der Inbegriff des befreienden Urfeuers der Verwandlung. Im 7./8. Jahrhundert, zur Zeit der Germanischen Völkerwanderung, war der rotbraune Granat der beliebteste Stein. Diese Granate wurden überwiegend aus Böhmen importiert und dann, sehr zeitaufwendig in kleine Plättchen verschiedenster Form geschliffen. Im Mittelalter um 1200 empfahl Albertus Magnus den Karfunkel als herzstärkendes Mittel. Ebenfalls zu der Zeit sagte man diesem Stein nach, das er das Feuer der Freundschaft erhält und seinem Träger das Selbstvertrauen stärkt.

Die kubischen Kristalle der Granate sind: Rhombendodekaeder, Ikositetraeder.

Pyrop: aus dem Griechischen (Pyropos) = feurig, wegen der roten Farbe. Er war Modestein des 18. und 19. Jahrhunderts. Gefunden wird der Pyrop unter anderem in der Tschechoslowakei, Indien, Südafrika, Australien. Seine Farbe ist rot mit Stich ins bräunliche.

Die Chemie des Pyrop: Mg3Al2[SiO4]3 Magnesium-Aluminium-Silicat, Mohshärte 7-7½ .

Der Rhodolith ist eine Abart des Pyrop, der in den USA gefunden wird und eine rosenrote Farbe hat. Der Pyralspit ist ein Mischkristall aus Pyrop, Almandin und Spessartin.

Almandin: nach einer Stadt in Kleinasien benannt. Um die Farbe des Almandins aufzuhellen, höhlte man die Unterseite aus. Almandine gibt es auch mit Sterneffekt (Asterismus), Sterngranat. Fundorte sind Sri Lanka, Indien, Afghanistan, Brasilien, aber auch Östereich. Die Farbe ist rot mit Stich ins Violette.

Chemie: Fe3Al2[SiO4]3 Eisen-Aluminium-Silicat, Mohshärte 7½.

Wirkungen, die den roten Granaten heute nachgesagt werden: Sie sollen Hüter wahrer Freundschaften sein und durch Ihre Kraft zu mehr Selbstvertrauen, Willensstärke und Erfolg verhelfen können. Es wird berichtet das Granate sich in schwierigen Phasen der Partnerschaft dunkel färben können und bei Bereinigung der Probleme wieder zu ihrer roten Farbe zurückkehren. Die roten Granate werden auch mit dem Herz in Verbindung gesetzt und sollen den Blutkreislauf stärken.

Spessartin: nach dem früheren Fundort im Spessart. Heutige Fundorte sind Sri Lanka, Madagaskar, Brasilien, USA, Schweden. Die Farbe liegt zwischen orange und rotbraun.

Die Chemie: Mn3Al2[SiO4]3 Mangan-Aluminium-Silicat, Mohshärte 7-7½ .

Grossular: aus dem Lateinischen (Grossularia) = „Stachelbeere“. Heutige Vorkommen sind in Sri Lanka, Kanada, Pakistan, Südafrika, Tansania, USA. Die Farben sind von grün über gelblich bis hin zu kupferbraun.

Chemie: Ca3Al2[SiO4]3 Calcium-Magnesium-Silicat , Mohshärte 6½-7 .

Varietäten des Grossular sind:
Der Hessonit, aus dem Griechischen „weniger“. Fundort vorwiegend in Sri Lanka, die Farbe ist braunorange.
Der Leukogranat, Fundorte in Kanada, Mexiko. Farblos.
Der Hydrogrossular, Fundort in Südafrika. Seine Farbe ist undurchsichtig, grünlich.
Der Tsavorit (Tsavolith), Vorkommen in Kenia, Tansania. Die Farbe ist grün.
Der Andradit, ist in gewöhnlicher Ausbildung nicht für Schmuckzwecke geeignet.

Früher hatten die Granate bei den Griechen und Römern, dem Glauben nach, einen starken Einfluss auf die Götter. Sie waren nicht nur als Schmucksteine sondern auch als Heilsteine begehrt. Heute sprechen einige dem Grossular einen positiven Einfluss auf die Knochen zu. Auch die Haut soll angeblich durch ihn gekräftigt werden können. Dem Grossular und seiner Varietät dem Hessonit wird ebenso nachgesagt, dass sie am Hals getragen Depressionen, Angsterscheinungen und Stress lindern können, sowie dem Träger eine positivere Lebenseinstellung und mehr Willenskraft geben können. Diese beiden Steine sollen zudem mehr Optimismus, höheres Selbstwertgefühl und auch einen sensibleren Umgang den Mitmenschen gegenüber geben.

Demantoid [Andradit-Varietät]: = „diamantähnlicher Glanz“. Fundort ist der Ural. Seine Farbe ist grün bis smaragdgrün.

Chemie: Ca3Fe2[SiO4]3 Calcium-Eisen-Silicat , Mohshärte 6½-7.

Weitere Andradit-Varietäten:

Der Melanit, griechisch = schwarz. Fundorte sind in der BRD, Frankreich, Italien. Seine Farbe ist Schwarz. Er wurde in Trauerschmuck verarbeitet.

Der Topazolith, hat diesen Namen wegen seiner Farbähnlichkeit mit dem Topas bekommen. Fundstätten liegen in der Schweiz und in den Italienischen Alpen. Seine Farbe ist zitronengelb.

Uwarowit: - ist nach einem Russischen Staatsmann benannt worden. Gefunden wird der Uwarowit im Ural, in Finnland, Polen, Indien, USA, Kanada. Seine Farbe ist smaragdgrün.

Die Chemie: Ca3Cr2[SiO4]3 , Calcium-Chrom-Silicat , Mohshärte 7½.